Vorsorgevollmacht & Betreuungsrecht

Fragen der rechtlichen Betreuung, der Errichtung von Vorsorgevollmachten, Betreuungsverfügungen und Patientenverfügungen sind existentielle und persönliche Angelegenheiten. Wenn die Betreuungsbehörde das Amtsgericht für Sie oder Ihre Angehörigen einen gesetzlichen Betreuer bestellen möchten, ist dies ein erheblicher Einschnitt in Ihre Privatsphäre. Ich vertrete Sie daher im Betreuungsrecht.

 

Wenn Sie darüber nachdenken, Vorsorgeregelungen zu treffen, gibt es verschiedene Möglichkeiten, Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung und Patientenverfügung miteinander zu kombinieren. Je nach Ihrer persönlichen, moralischen oder religiösen Einstellung können hierbei sehr individuelle Entscheidungen zu treffen sein. Auch Ihr Umfeld sollten Sie in Ihre Überlegungen einbeziehen, denn wenn Sie älter sind, ist Ihr gleichaltriger Ehepartner ist nicht der ideale Vorsorgebevollmächtigte. Ihr in bürokratischen Angelegenheiten wenig versiertes Kind ebenso wenig. Mein Angebot ist ein umfassendes Beratungsgespräch, um die beste Lösung für Sie und Ihre Familie zu finden.

  • Errichtung einer Vorsorgevollmacht: In einer solchen können Sie eine von Ihnen für uneingeschränkt vertrauenswürdig befundene Person bestimmen, die wichtige Angelegenheiten (z.B. Vermögensverwaltung, Gesundheitsfürsorge, Bestimmung des Aufenthaltsorts einschließlich Unterbringung in stationären Pflegeeinrichtungen, Fragen der ärztlichen Heilbehandlung) für Sie regelt, falls Sie hierzu durch Alter oder Krankheit nicht mehr in der Lage sind. Sofern Sie keine Vorsorgevollmacht treffen, wird das Betreuungsgericht ein Verfahren einleiten und einen gesetzlichen Betreuer für Sie bestellen.
  • Errichtung einer Betreuungsverfügung: Im gerichtlichen Verfahren zur Bestellung eines Betreuers wird das Gericht eine Person mit entsprechender Befähigung auswählen. In der Regel nehmen diese Aufgabe Rechtsanwälte, Sozialpädagogen oder Menschen mit anderer passender Berufsausbildung wahr. Das Gericht hat hierbei von Ihnen geäußerte Wünsche zu berücksichtigen. Sofern Sie während des Betreuungsverfahrens nicht mehr zu einer Willensäußerung in der Lage sind, wird eine von Ihnen errichtete Betreuungsverfügung berücksichtigt. In der Betreuungsverfügung können Sie eine Person Ihres Vertrauens bestimmen, welche die Aufgabe des gesetzlichen Betreuers - im Unterschied zum Vorsorgebevollmächtigten unter Aufsicht des Betreuungsgerichts - wahrnimmt. Sie können umgekehrt auch festlegen, wer keinesfalls Ihr gesetzlicher Betreuer werden soll.
  • Errichtung einer Patientenverfügung: In dieser können Sie Ihren Willen bezüglich der Durchführung von ärztlichen Heileingriffen schriftlich niederlegen. Über Maßnahmen der medizinischen Behandlung entscheiden Sie grundsätzlich nach Beratung Ihres Arztes selbst - auch dann, wenn Sie unter Betreuung stehen, aber einwilligungsfähig sind. Für den Fall, dass Sie eines Tages nicht mehr selbst entscheiden können, besteht die Möglichkeit eine Patientenverfügung abzufassen. In dieser können Sie festlegen, welche medizinischen Behandlungen Sie bei fehlender Einwilligungsfähigkeit wünschen und welche nicht. Sowohl Ihr Arzt als auch Ihr Vertreter, d.h. Ihr gesetzlicher Betreuer oder Vorsorgebevollmächtigter sind an Ihren zuvor klar bekundeten Willen gebunden. Um eine wirksame und im konkreten Fall eindeutige Patientenverfügung abzufassen, empfiehlt sich keinesfalls die Verwendung von entsprechenden Formularerklären. Es sollte darauf geachtet werden, dass eine einmal errichtete Patientenverfügung regelmäßig aktualisiert wird und auch in Rücksprache mit einem Arzt auf die aktuelle gesundheitliche Situation hin angepasst wird. Wenn Sie einen Vorsorgebevollmächtigten oder gesetzlichen Betreuer haben, sollten Sie diesen über Ihre moralischen oder religiösen Wertvorstellungen zu Krankheit und Tod in Kenntnis setzen, entweder im Gespräch oder durch einen Brief.